»ChatGPT, warum ist Christian Y. Schmidt eigentlich nicht berühmter?«
›Weil Christian Y. Schmidt in Deutschland genau in die Lücke gefallen ist zwischen „Kultautor“ und „öffentliche Figur“. Und weil sein Werk Eigenschaften hat, die Literaturbetrieb und Massenöffentlichkeit gleichzeitig anziehen und abstoßen. Er hat auch nie die kalkulierte Selbstvereinfachung betrieben, die öffentliche Bekanntheit oft braucht. Man könnte aus ihm problemlos eine Figur machen: „der deutsche China-Ironiker“. Aber seine Texte sabotieren solche Vereinfachungen ständig selbst. Er driftet ab, widerspricht sich, wird plötzlich ernst, dann wieder komplett idiotisch. Gerade das macht ihn literarisch stark.‹
Zusammengestellt vom Autor, mit einem Nachwort von ›Walter Gödden.
Band 150 der Reihe „Nylands Kleine Westfälische Bibliothek“
Dieses Lesebuch wird Christian Y. Schmidt noch unbekannter machen.
Für 10 Euro kann man sich einen Mist kaufen und sofort wieder wegschmeißen oder das jüngst erschienene „Lesebuch Christian Y. Schmidt“, das ich hier DRINGLICHST empfehle nicht nur, weil ich darin vor- und super wegkomm. Sondern weil mein alter Titanic-Kollege und Freund hier die allerschönsten seiner vielen schönsten Texte versammelt hat, man liest los und paddelt mit ihm durch sein Leben und Schreiben in Bielefeld, bei der Titanic in Frankfurt, dann Singapur und China und zurück nach Berlin – kluge und stilistisch höchst erfreuliche Texte, sympathisch, lustig, ernst und ziemlich allwissend sowieso, kurzum: LEUTE, MACHT EUCH DIE FREUDE UND KAUFT ES BALD, DENN ES GIBT NUR 200 STÜCK!
Thomas Gsella
Inhalt
- Bielefelder Jahre
- Epileptikeradel und schwarze Schwestern (aus »Zum ersten Mal tot. Achtzehn Premieren«, 2010)
- Im Hafen von Tokoradi (1983)
- Gegenwelt Bielefeld (2003)
- Titanic und Berlin
- Mit E auf den P. Über eine bedeutende Nacht im Leben von Thomas Gsella (2008)
- Satiriker bekennen: Ich bin eine multiple Persönlichkeit (1991)
- chröders Augen stinken nach Kotze (2000)
- Der König von Polen (2001)
- Wenn Harry Rowohlt einmal frei hat (2015)
- Südostasien und China
- Singapur Bonaparte, die Nasenscheiße (2005)
- Neues aus der Schweißforschung (2005)
- Dicke, weiche Wolke China (2008)
- Buddna has not Mach the Valparaiso (aus »Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs«, 2009)
- Chinesen am Strand (aus: »Im Jahr des Tigerochsen. Zwei Chinesische Jahre«, 2011).
- Einführung in den Daoismus (aus »Allein unter 1,3 Milliarden«, 2008)
- Mein perfekter Tag (2005)
- Der Lange Marsch in klein (2005)
- Reprise
- Methode Cooper (aus »Der letzte Huelsenbeck«, 2018)
- Unterwegs mit einer ausgedachten Frau (2004)
- Zuckmayers Last Stand (aus »Der kleine Herr Tod«, 2020)
- Der Zeh auf Reisen (2005)
- Das Leben von heute ist der Abenteuerroman von gestern (2020)
- Das Fischkapitel (aus »Im Jahr des Hasendrachen«, 2013)
- Ich habe überhaupt nichts gemacht (2006)
- Der unrühmliche Lange Fahrradmarsch (Prolog zu »Der Lange Fahrradmarsch«, 2025)
- Das Ende
- Spirit in the Sky (unveröffentlicht)
- A Song To The Siren (2014)
- Die letzte Sonne (2002)
- Die nichtgeschriebenen Bücher (unveröffentlicht)
- Nachwort
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