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Ein Buch in kleinen Sätzen über eine Gegend, die ohne Ausrufezeichen auskommt. Die Miniaturen von Oliver Stümann vermessen Stille und Wind, Arbeit und Alltag, Rituale und Widerworte.
Der Ton ist zärtlich und zornig zugleich – präzise in der Beobachtung, lakonisch im Urteil, frei von Folklore. Was in Ostwestfalen-Lippe beginnt, öffnet sich zur Gegenwartsdiagnose: Schweigen als Kulturtechnik, Maß statt Pose, Klima als Provinzerfahrung.
Die Texte stehen jeweils für sich und sprechen miteinander; aus Figuren, Orten und Werten entsteht ein Panorama, das Maß hält und Widerspruch liebt. Kein Heimatbuch, sondern eine Schule des Hinsehens.
Am Ende bleibt ein Satz, der die Topographie weitet: Was hier Ostwestfalen heißt, kehrt andernorts wieder. OWL ist überall.
Inhalt:
- Prolog
- Die Klage des zugewanderten Saarländers
- OWL
- OWehL
- Ostwestfalen.
- Himmel und Haltung
- Ein Stein bleibt ein Stein
- Wirtschaft
- Teutoburger Wald
- Nacht in Marienmünster (eine ostwestfälische Begebenheit)
- Figuren und Nachbarschaften
- David
- Gedächtnistheater
- Der Mann im Totenhemd (eine ostwestfälische Erscheinung)
- Der Mann im Totenhemd (zweiter Abschnitt)
- Der Mann im Totenhemd (eine Begebenheit aus Nieheim)
- Wiebe
- Still leben
- Was, wenn das reicht
- Das Haus
- Fenster Richtung Westen
- Die Bank im Garten
- Im Morast von Versmold
- Dunkel sprechen die Eimer
- Lothar
- Echo
- Unter dem Dachfirst
- Einhippster oder: Der letzte Diskurs im Kreisverkehr
- Die Kunst der Ignoranz
- Das Institut für angewandte Bedeutungslosigkeit
- Der Landesbeauftragte für emotionale Grundversorgung
- Denkmäler, Aussichtspunkte und andere Überhöhungen
- Hermann im Nebel
- Hermann schweigt nach innen
- Porta Westfalica. Zwei Anläufe
- Freiherr von Wittershagen oder: Das letzte Adelsreservat
- Carsten Linnemann
- Kaffee, Kinderlied, Kanzlerträume
- Carsten Linnemann und die Möhre
- Rundgänge: Nacht, Flaneure, Bielefeld
- Heinrich Heine auf einer Bank in Bielefeld
- Morgens um vier in Bielefeld
- Ein Spaziergang durch Bielefeld mit Walser und Hessel
- Der Oboist in der Sackgasse
- Erich Mühsam sucht in Bielefeld ein Bordell, in dem man noch trinken kann
- Peter Hille
- Mond über Ostwestfalen
- Senne, nachts
- Kleines Feldlied über Bielefeld
- Christine Lavant lächelt
- Wasser über Wasser: Minden, nachts
- Stimmen ohne Refrain oder: Tonspuren der Ortsvereine
- Schön, dass du geboren bist
- Lieder der OWL-CDU
- Lieder der OWL-SPD
- Lieder der OWL-FDP
- Lieder der OWL-AfD
- Lieder der OWL-Linken
- Digitale Sehnsucht und Metaphysik
- Das ostwestfälische Trauerritual
- Die App der letzten Hoffnung
- Der Junge aus Bünde, der Gott googelte
- Der Gummistiefel
- Der Algorithmus, der ein Gebet vergaß
- Hasan und der singende Fernseher
- Felder, Logiken und Parabeln
- Brockhagener Acker
- Die Kuh und der Konditional
- Der Traktor von Wittgenstein
- Liebe in Ostwestfalen: das kontrollierte Brennen
- Über Würste in Ostwestfalen: eine essayistische Verteidigung des Schweins
- Wort für das, was bleibt oder: Schrader hebt ab
- Der Kolumnist: Die Linde spricht
- GT-Zyklus
- Gütersloh, Botanischer Garten
- Mittag in Gütersloh
- Amt ohne Auftrag
- Frommmknecht trommelt
- Grete
- Brunhilde oder: Das Wiehern im Bücherraum
- Der Selbsternannte
- Liturgien des Alltag
- Noahs auf dem Hoffest
- Eine stille Art, zu feiern
- Der Löffel
- Rauch vergeht. Dummheit bleibt.
- Männer in kurzen Hosen (Fragment aus Ostwestfalen)
- Rückkehr nach Marienmünster
- Die Fleischfachverkäuferin
- Später Abend

Zum Autor
Oliver Stümann, geboren 1962 in Hamburg, arbeitet als Kurator, Veranstalter und Herausgeber; er lebt in Steinhagen im Kreis Gütersloh. Er konzipiert die Reihe „Kunstbegegnungen“ mit Lesungen, Ausstellungen und Gesprächsformaten in Steinhagen und Berlin. Seine kuratorische Arbeit umfasst nationale und internationale Projekte. Darüber hinaus verantwortet er Buch- und Hörbuchprojekte als Herausgeber.




