Autor: Hans-Werner Pohlmann

  • Muichhäarmken inner Büxen. Plattdeutsche Sprichwörter aus Herford

    Muichhäarmken inner Büxen. Plattdeutsche Sprichwörter aus Herford

    Eine Sammlung mit mehreren Hundert plattdeutschen Sprichwörtern und Redewendungen, teilweise nachdenklich, aber meist humorvoll zum Schmunzeln. In 31 Themenbereichen aufgeteilt, gibt es neben der hochdeutschen Übersetzung auch viele Erläuterungen. Der Anhang hält Reime und Zählverse bereit.

    Mit Illustrationen von ›Wilfried Niederjohann.

    Inhalt

    1. Arbeit
    2. Auf dem Acker
    3. Alter
    4. Berufe
    5. Geiz und Neid
    6. Essen und Trinken
    7. Fleiß und Faulheit
    8. Geld und Gut
    9. Gegenstände
    10. Glück und Unglück
    11. Gott und Teufel
    12. Humor
    13. Krankheit und Gesundheit
    14. Kinder
    15. Klugheit und Dummheit
    16. Körper
    17. Reden und schweigen
    18. Lebensregeln
    19. Liebe und Ehe
    20. Männer und Frauen
    21. Nachbarn, Freunde und Verwandte
    22. Persönliche Merkmale und Eigenheiten
    23. Prahlerei, Einbildung und Angeberei
    24. Recht und Gerechtigkeit, Unrecht und Strafe
    25. Was man so sagt
    26. Streiten und vertraten
    27. Zeit und Eile
    28. von großen und kleinen Tieren
    29. Tod und Sterben
    30. Vorsicht und Geduld
    31. Wetter
    32. Reime

    Dän einen ßuine Iuhlen es dan annern ßuine Nachtijal.
    Des einen Eule ist des anderen Nachtigall.

    Heu hät ßäoviel Cheld, os Häoer up’er Kadden ßend.
    Er hat so viel Geld, wie Haare auf der Katze sind.

    Bedder eun Luining inner Hand os teujjen up’n Dacke.
    Besser ein Spatz in der Hand als zehn auf dem Dach.

    Man draff nich hoiger up’ Bäoum kladdern, os doa Twicker ßend.
    Man darf nicht höher auf den Baum klettern als die Zweige sind.

    Man ßall de Hoihner nich euer tellen, os man ´se up ´n Wuime hät.
    Man soll die Hühner nicht eher zählen, als man sie im Stall hat.

    Up’n luiken Wäje es näo keiner ümmekuhmen.
    Auf dem rechten Weg ist noch keiner umgekommen.

    Dä Iutßicht es cheot, ßiah Adam, doa keik heu Eva unner´t Hemde.
    Die Aussichten sind gut, sagte Adam, da kuckte er Eva unters Hemd.

    Wenn dä Schluck rinchött, chött dä Verstandd riut.
    Wenn der schluck reingeht, geht der Verstand raus.

    Duier Schaden wäarch man kleok, obber nich ruik.
    Durch Schaden wird man klug, aber nicht reich.

    Man hobbt dän Bäoum nich ümme, bleos ümme Appels teo plücken.
    Man schlägt den Baum nicht um, nur um Äpfel zu pflücken.

    Zum Autor

    Der pensionierte Bahnbeamte Hans-Werner Pohlmann wurde 1941 in Herford geboren und wuchs an der Mindener Straße an der Grenze zwischen Herford und Schwarzenmoor auf.

    Hans-Werner Pohlmann
    Muichhäarmken inner Büxen. Plattdeutsche Sprichwörter und Redensarten
    Books on Demand, Norderstedt / Herford 2015
    broschiert
    202 Seiten
    ISBN 978-0-01175770-4