„Ich bin, was ich bin, und was ich zu schaffen habe, schreibt mir jede Lebenszeit und -form vor. Es ist für mich Entartung, wenn ich nur Malerin bin.“ So schrieb die junge Julia von Ledebur am Ende ihres Studiums, das sie vielen Widrigkeiten abringen musste.
Sie konnte damals noch nicht ahnen, dass sie schon bald an die Seite ihres Mannes treten würde, der in schwerster Zeit, in zwei Weltkriegen und unter der Bedrohung durch den Nationalsozialismus, die Anstalt Bethel zu leiten hatte: Pastor Fritz von Bodelschwing (1877-1946).
In besonderer Weise für diese Aufgabe zugerüstet, setzt Frau Julia ihre Gaben ganz eigenständig für die kranken und hilfebedürftigen Menschen von Bethel ein und beginnt u. a. schon früh mit einer beispielhaften Werktherapie.
Das vorliegende Buch ist ein hochinteressantes Lebenszeugnis und Zeitdokument. Es richtet sich nicht allein rückerinnernd an alte Freunde, sondern ebenso an die junge Generation, die in Julia von Bodelschwingh viele moderne Züge entdecken kann.
Inhalt:
- Vorwort
- Die erste Lebenshälfte
- Gestaltene Kräfte
- Die Jugendjahre
- Die Wirkungszeit in Bethel
- Der Weg an der Seite ihres Mannes
- Frau Julia in ihrem Haus
- Umgang mit den Patienten
- Die Webeschule
- Die Arbeitslosen des Eggetals
- Probleme der Kunst im Anstaltsleben
- Frau Julia als Schriftauslegerin
- Im Kirchenkampf
- Gesundheitspflege mit dem, was die Natur gibt
- Die schöpferischen Abenteuer der letzten Lebensjahre
- Eine mächtige Erfüllung
- Das Fritz-v.-Bodelschwingh-Heim
- Anhang
- Abbildungen von Blumenaquarellen
- Ansprache zur Erföffnung einer Ausstellung 1971
- Anmerkungen
Zu beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Es ist erkennbar gelesen, aber in gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten.




