„Wir haben und so durchgeschlagen …“ lautet das lakonische Fazit der Frauen, wenn sie über ihr Schicksal in der unmittelbaren Nachkriegszeit berichten.
Zwischen 1945 und 1950 spielen Frauen eine besondere Rolle: Sie sind es, die das Überleben der Familien im zerbombten Deutschland sichern, die als Arbeitskräfte oftmals die Rolle der Männer übernehmen, und sie sind es auch, die nach 1950 wieder stillschweigend aus dem öffentlichen Leben zurückgedrängt werden, weil die Verhältnisse sich wieder norm„normalisiert“ haben.
Dieses Buch beschreibt den Alltag der Frauen in jener Zeit, ihre Sorge um die Ernährung und die Gesundheit der Familie, ihren Erfindungsreichtum bei der Beschaffung der Dinge des täglichen Bedarfs und ihre Rolle auf dem Arbeitsmarkt.
Inhalt
- Alltagsprobleme der Nachkriegszeit als Herausforderungen für Frauen
- „Ich darf nicht etwas vom Essen hören, da kommen meine Gedanken nicht davon los“: Die Ernährungssituation in Bielefeld 1945 – 1950
- „Dann kriegen die ihren Beschlagnahmebescheid, und dann wurden die Leute da reingesetzt“: Die Wohnungsnot der Nachkriegszeit in Bielefeld
- „Uns blieb nichts erspart“: Frauen im Kampf gegen Krankheiten
- „Früher, als die Hausfrau Geld hatte, war keine Ware da. Heute ist die Ware da, aber das Geld fehlt, sie zu bezahlen“: Die Dinge des täglichen Bedarfs
- Frauen in der Öffentlichkeit: Sitiuation, Rolle und Handlungsspielräume von Frauen der Nachkriegszeit
- Frauenarbeit als Austauschprodukt. Die Entwicklung der Frauenerwerbsarbeit in der Nachkriegszeit
- „So ist das Leben unserer Bielefelder Frauen erfüllt vom Dienst an dem Material Textil“: Frauen im Textilgewerbe
- Von der „Trümmerfrau“ zur Bauarbeiterin? : Frauenarbeit im Baugewerbe
- Der Kampf gegen das „Doppelverdienertum“: Frauenarbeit in der Stadtverwaltung
- Frauen in der Politik: Mehr Gefühl als Verstand?
- Frauen werden aktiv
- Frauen in Parteien
- Frauen in der Gewerkschaft
- Frauen im Bielefelder Rat
- Frauenbilder der Nachkriegszeit
- „Na ja, zuerst waren wir nun für Hitler“: Frauenbild und Prägung der Frauen in der NS-Zeit
- „Man hat ja nur für die Kinder gelebt“: Frauenfamilien
- „Doch, man musste sich wieder anpassen“: Die Rückkehr der Männer und die Krisen der Ehen
- „Wir haben und zusammengerauft …“ Eine Nachlese
Bitte beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand und wirkt ungelesen.




