Autor: Sabine Schierholz

  • Plattdeutsche Begegnungen. Lippisch Platt + Plautdietsch der Mennoniten

    Plattdeutsche Begegnungen. Lippisch Platt + Plautdietsch der Mennoniten

    Im Buch „Plattdeutsche Begegnungen“ treffen drei Sprachen aufeinander: Hochdeutsch, Plautdietsch und Lippisch Platt. Plautdietsch ist eine alte Sprache der Mennoniten, die aber weltweit noch von einer halben Million Menschen gesprochen wird.

    Das Buch ist durchgängig dreisprachig verfasst, wobei sich die Texte in drei Spalten gut vergleichen lassen. Plautdietsch und Lippisch Platt sind Dialekte der Niederdeutschen Sprache, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Den Autoren geht es nicht nur darum, sprachliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen, sondern auch darum, die Geschichte von Mennoniten und Lippern mit ihren Gewohnheiten und Bräuchen zu umreißen.

    Auf dem Umschlag des Buches sind eine mennonitische Töpferin mit einem lippischen Ziegler dargestellt, beide arbeiten mit demselben Ton und beide hören und sprechen denselben plattdeutschen Ton. Was haben sie sich zu sagen? Und wie lange wird man in Lippe noch plattdeutsche Töne vernehmen? Ist dieses Buch bereits der Schwanengesang des Plattdeutschen in Lippe? Oder begegnen sich in diesem Buch die beiden plattdeutschen Varietäten, um in eine gemeinsame Zukunft zu blicken?

    Inhalt

    • Mennoniten
      • Aussiedler in Lippe
        • Geschichte der Mennoniten
        • Wozu baut man Häuser und Zäune?
        • Das Mädchen, das niemals spielen durfte
      • Plautdietsch
        • Die Sprache als Heimat zum Mitnehmen
        • Du kannst meine Sprache verstehen
      • Arbeit – zwischen Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung
      • Gedichte durch das Jahr
      • Liebe geht durch den Magen
      • Erzählungen aus dem Alltag
      • Fingerspiele, Kinderreime und Redewendungen
    • Lipper
      • Die Lippische Geschichte
        • LIP – Leben im Paradies?
        • Eine kurze Geschichte der Lipper
        • Der lippische Städtekranz
        • Meine Heimat
        • Der alte Klang
      • Die Entwicklung des Lippischen Platt
        • Ohne Platt …
        • Die Entwicklung des Lippischen Platt
        • Lippisch Platt heute
      • Arbeit früher in Lippe
      • Traditionen im Jahreskreis
      • Gedichte durch das Jahr
      • Liebe geht durch den Magen
      • Erzählungen aus dem Alltag
      • Kinderreime und Sprüche
    • Ein kurzer sprachwissenschaftlicher Blick auf die plattdeutschen Begegnungen

    Über die Autorinnen und den Autor

    Lilli Gebhard, geboren 1979 in Bielefeld, ist Studienrätin (lehrt Deutsch und Geschichte an einem Gymnasium, früher in Detmold, jetzt in Baden-Württemberg), Literaturwissenschaftlerin und Lyrikerin. Ihre Eltern gehören der russlanddeutsch-mennonitischen Community an und kamen 1978 nach Ostwestfalen. Seit ihrer Schulzeit beschäftigt sie sich mit dem Russlanddeutschsein, sodass sie 2014 ihre Dissertation zum Thema „Identitätskonstruktionen russlanddeutscher Mennoniten im Spiegel ihrer Literatur“ veröffentlichte.

    Diplom-Biologin Sabine Schierholz ist Naturparkführerin, Gästeführerin für das Infozentrum Externsteine und für das LWL-Freilichtmuseum Detmold. Die Kräuter- und Runenkundige wohnt in Schieder-Schwalenberg.

    Werner Zahn wurde 1949 in Heiligenkirchen geboren. Nach seiner Pensionierung vom Schuldienst am Detmolder Grabbe-Gymnasium engagierte er sich im Lippischen Heimatbund und ist dort seit 2019 Leiter der Fachstelle „Mundart und Brauchtum“. Überregional ist er Mitglied im Vorstand des ›Bundesrates für Niederdeutsch. Lippisch Platt gehört zur niederdeutschen Sprache. Auch im Beirat des Landtags NRW für Niederdeutsch setzt sich Werner Zahn dafür ein, dass das Kulturgut „Lippisch Platt“ gefördert wird.

    Lilli Gebhard, Sabine Schierholz und Werner Zahn
    Plattdeutsche Begegnungen
    Tweeback Verlag, Bonn 2024
    gebunden, 21 x 30,5 cm
    220 Seiten
    ISBN 9783944985251

  • Lippisches Wörterbuch, Band 1: Hochdeutsch–Lippisches Plattdeutsch

    Lippisches Wörterbuch, Band 1: Hochdeutsch–Lippisches Plattdeutsch

    Lippisches Wörterbuch [Lippsket Weorterbeok]

    Band 1: Hochdeutsch – Lippisches Plattdeutsch

    Basierend auf der 2003 erschienenen ersten Auflage des Wörterbuches Hochdeutsch – Lippisches Plattdeutsch entstand 2019 die erweiterte 2. Auflage des Werkes. Ergänzt wurde diese durch zahlreiche weitere Vokabeln vieler verschiedener Autoren und Vermittler des lippischen Plattdeutsch. Auf diese Weise soll ein möglichst großer Wortschatz lippisch-plattdeutscher Vokabeln dokumentiert und zur Nutzung bereitgestellt werden.

    bearbeitet von Sabine Schierholz nach der Vorlage von Fritz Platenau

    Lippisches Wörterbuch [Lippsket Weorterbeok]. Hochdeutsch – Lippisches Plattdeutsch
    Lippischer Heimatbund e. V., Detmold, 2., erweiterte Auflage 2023
    212 Seiten
    Softcover, B 21,0 x H 29,7 cm (DIN A4), 705 g
    ISBN 978-3-941726-70-3

    Beispielseite:

    Lippisches Wörterbuch Buchstabe A Seite 12

  • Schattenwelten – Aberglaube im Blomberger Raum

    Schattenwelten – Aberglaube im Blomberger Raum

    „Beiglaube“ nannten die alten Lipper ihren Glauben an die Schattenwelten, aus denen Goldfeuer, Weiße Frauen und Uphucker kamen und aus denen Kundige Gutes und Böses mit Magie herbei beschwören konnten.

    Für Menschen mit „der Gabe“ war Geheimhaltung ihrer Methoden oberstes Gebot! Durch Verrat verloren Zauber- und Segenssprüche ihre Wirkung und gerieten Frauen, wenn sie als Hexen angezeigt wurden, in tödliche Gefahr.

    So ist nur wenig von den abergläubischen Vorstellungen überliefert, die früher den Lippern im Blomberger Raum die Welt ein bisschen verständlicher machten. Nur wenig ist erhalten von den Sprüchen, Amuletten und geheimen Zeichen, mit denen sie glaubten, das Schicksal beeinflussen zu können und womit sie hofften, Krankheiten, Unglück und Armut aus ihrem Leben verbannen zu können.

    Und heute? Wo gibt es ihn noch, den alten Beiglauben? Brauchen wir ihn noch in unserer Lebenswelt? Und woran glauben wir?

    Die Kapitel

    • Hausfrau, Hexe, Heilerin. Mythenwelten und Rollenverteilung
    • Aberglauben und Glauben. Wie eine Blomberger Hausfrau die Stadt zum lippischen Lourdes machte
    • Aberglauben und Hexenverfolgung. Die Folgen übler Nachrede
    • „Ein Handbuch für Krankheiten und Hexerein“ aus dem Jahr 1888. Eine alte Rezepte-Sammlung
    • Die Macht des Wortes. „Besprechen“ in Blomberg
    • Hexentanz und weiße Damen. Blomberger (Frauen-)Mythen
    • Uphucker, Büxenwulf und Goldfeuer. Mythische Männerwelten
    • Von den ägyptischen Geheimnissen zur Urban Legend

    Über die Autorin

    Diplom-Biologin Sabine Schierholz ist Naturparkführerin, Gästeführerin für das Infozentrum Externsteine und für das LWL-Freilichtmuseum Detmold sowie Mitglied des Schreiberkreises des Lippischen Plattdeutschen Vereins. Die Kräuter- und Runenkundige wohnt in Schieder-Schwalenberg.

    Sabine Schierholz
    Schattenwelten. Aberglaube und Alltagsmagie im Blomberger Raum
    Lippe-Verlag, Lage, 2017
    Softcover, 14,8 x 21 cm
    52 Seiten
    ISBN 978-3-89918-061-9