Der Witz der Westfalen (1972)

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Beschreibung

In einer westfälischen Kleinstadt fragte ein Fremder nach dem Weg und hielt sich an zwei Bürger, die zusammenstanden und sich unterhielten. Der eine gab ihm auch Bescheid, und als der Fremde weitergegangen war, sagte der andere: „Den häste jä in de verkährte Richtunk schickt.“ „Magg wull, gab der erste zurück. Ich weet den Wäg auk nich, män de Hauptsake is, dat de Früemden nich seggt, wi wören en unmaneerlicken Slag Lüde.“

Ein Pastor aus Steinhagen sprach bei einem Begräbnis zur Trauergemeide: „Schon wieder hat der Herr einen Steinhäger zu sich genommen.“

Die Haushälterin eines Pfarrers aus Paderborn fütterte im Winter fleißig die Vögel. Eines Tages hörte das auf. Vor dem Fenster versammeln sich vergeblich die Tierchen und piepen aufmunternt. Vom Lärm aufgescheucht, tritt der Pfarrer in die Küche und fragt: „Draußen sitzen ihre Dohlen. Haben Sie ihnen heute nichts zu geben?“ – „Nein, die kriegen auch nichts mehr!“ – „Aber warum nicht? Sie finden sie doch sonst so drollig?“ – „Ich finde sich nicht mehr drollig. Gottlose Vögel sind das. Ich habe genau gesehen, wie siie sich drüben auf den lutherischen Kirchturm gesetzt haben!“

Aus der Reihe „Landschaften des Humors“.

Zu beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten.

Wilhelm Damwerth
Der Witz der Westfalen
Desch, München 1972
Hardcover, 10,5 x 16 cm
64 Seiten
ISBN 3-420-07164-7

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