Hermann, der Cherusker. Roman (2006)

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Die Römer haben Arminius’ Mut, seinen Hass und seine Besessenheit unterschätzt – und die Deutschen haben Hermann in den letzten 400 Jahren maßlos überschätzt: Luther hatte ihn „von hertzen lieb“, Klopstock, Kleist und Grabbe widmeten ihm Dramen und Viktor von Scheffel dichtete die bekannten Verse: »Als die Römer frech geworden …« und 1875 wurde das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald eingeweiht.

Die Rede ist von Arminius oder Hermann, dem Cherusker, der mit seinen Germanentruppen im Jahre 9 nach unserer Zeitrechnung den Legionen des römischen Feldherrn Varus eine vernichtende Niederlage beibrachte. An seine Gestalt konnten sich alle halten, die im Fahrwasser des Nationalismus schwammen: die Patrioten des Kaiserreichs, die Germanentümmler ebenso wie die Nationalsozialisten, die ihn zum Typus des urgermanischen Kämpfers für die Freiheit machten. Der Cheruskerfürst wurde zum mythischen Vielzweckhelden.

Der aus Büren stammende Autor und Historiker Werner Völker gibt ein genaues Bild jener Zeit, als Deutschland noch nicht einmal die römische Provinz Germania war; er geht dabei weit über Feldzüge und Schlachtgetümmel hinaus.

Was Werner Völker in seiner Nacherzählung an Sachkenntnissen investiert hat, macht dem Ideal historischer Werktreue alle Ehre … Er weiß nicht nur Bescheid, sondern vermag dies alles auch in fesselnde Sprachgegenwart zu übersetzen.
Albert von Schirnding, Süddeutsche Zeitung

Zu beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten.

Werner Völker
Hermann der Cherusker. Roman
Deutsche Taschenbuch-Verlag, München, 2006
Taschenbuch, 12 x 19 cm
412 Seiten
ISBN 9783423622929