Privatwald in Lippe (1998)

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Beschreibung

1819 erließ Fürstin Pauline eine Verordnung gegen die Rodung größerer Waldflächen. Sie galt bis zum Aufgehen Lippes in Nordrhein-Westfalen 1947 und beugte der Abholzung vor. Trotz der staatlichen Reglementierung profitierten die lippischen Waldbauern von der Industrialisierung im Ruhrgebiet, in dessen Kohlegruben Buchenholz für Bahnschwellen benötigt wurde. In Lippe selbst entstand die erste Zellulosefabrik auf dem Kontinent, und Bernhard Hausmannn entwickelte hier die Buchensperrholzplatte.

Inhalt

  • Wem gehört der Wald?
  • Der lippische Wald zum Ende des 18. Jahrhunderts aus der Sicht eines Zeitgenossen
  • Die Transformationsperiode: von der traditionellen Waldnutzung zur modernen Forstwirtschaft
    • Reglementierungen des Privatwalds
    • Der Anbruch neuer Zeiten
      • Die Auflösung der Agrarverfassung
      • Die Einführung der rationellen Fortwirtschaft
    • Die Rolle der Forstbeamten in der neuen Fortwirtschaft
      • Der lippische Försterstreit
      • Das Forstpersonal im lippischen Privatwald
    • Die Ökonomisierung des Privatwalds – ein Beispiel
    • Säen, pflanzen, ernten: landwirtschaftlihe Praktiken im Wald
    • Die Erbschaft des Mittelalters – ihr Ende, ihr Beharren
      • Hudeablösungen und die Befriedigung von Landhunger
      • Interessentenwälder
      • Der schwierige Weg zur Verbürgerlichung der Jagd
  • Der Aufbruch ins neue Holzzeitalter
    • Liberalismus und Reglementierung: Rahmenbedingungen der lippischen Privatwaldwirtschaft
    • Die Ressource Holz: Basis für die Industrialisierung in Lippe
    • Die Buche als dominierende Holzart der lippischen Forstwirtschaft
    • Effektivierung der Schwachholznutzung
    • Wahrnehmung und Umgang mit Kalamitäten
    • Fortliche Praxis im privaten Wirtschaftswald
  • Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Krisen
    • Die Revolution von 1918 und die Entstehung des Großprivatwaldbesitzes in Lippe
    • Inflation und Wirtschaftskrise
    • Konzentrationsprozesse und Kartellpolitik
    • Wald und Holz im Nationalsozialismus
      • Der Privatwald im Nationalsozialismus
      • Das Reichsforstgesetz
      • Überhiebe als forstlich erzwungende Praxis
      • Bauernwald und Waldgenossenschaften
      • Autarkie und Technisierung der Holznutzung
      • Aktion zur Rettung des Laubwalds
    • Nachkriegszeit und Neubeginn
    • Landeswaldbauernverein und Waldbauernverand
  • Resümee in 14 Thesen

Eine Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, Band 54.

Zu beachten: Es handelt sich um ein gebrauchtes, antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten .

Ingrid Schäfer
Privatwald in Lippe. Natur und Ökonomie zwischen 1750 und 1950
Verlag für Regionalgeschichte, ein Imprint von Aschendorff Verlag, Bielefeld 1998
Softcover, 15 x 21 cm
208 Seiten mit 49 Schwarz-weiß-Abbildungen
ISBN 978-3-89534-234-9