Autor: Ernst Meurin

  • Lachendes Westfalenland (1985)

    Lachendes Westfalenland (1985)

    Er hatte es faustdick hinter den Ohren, der pfiffige Schulmeister von Westfalens leichtestem Boden. Er kannte seine Landsleute und ihre Eigenarten, lebte und lachte mit ihnen und wusste ihnen immer neue Späße zu erzählen. Wenn Ernst Meurin als »Oelder Windmüller« am Wochenende in der Zeitung von seinen derbdrastischen Originalen, von Schliekenfängem und Schautentippeln plauderte, dann durfte man sicher sein, dass seine unbekümmerten Geschichten und herzhaften Vertellsels die Runde durch das Westfalenland machten und schmunzelnde Fröhlichkeit von Haus zu Haus, von Dorf zu Dorf trugen.

    Diese Sonderausgabe zum 100. Geburtstag von Ernst Meurin vereinigt die schönsten Dönekes und Geschichten, über die man in verräucherten Kneipen lachte und die man auf Familienfeiern erzählte, wenn die »Blagen« ins Bett geschickt worden waren. Damit ist ein heiter besinnliches Bild der »guten, alten Zeit« in Westfalen entstanden, das das Leben unserer Eltern und Großeltern auf amüsanteste Weise darstellt.

    Erbsensuppe mit Pökelfleisch

    Der Fabrikant Schmidt hatte eine Ziegelpresse verkauft und war bei der Montage selbst anwesend. Vormittags war fleißig gearbeitet worden. Schmidt hatte selbst mit angefasst, und nun war die Sache so weit gediehen, dass gleich nach Mittag ein Probeversuch gemacht werden konnte. Mittagspause. Der Ziegelbäcker kommt zu Herrn Schmidt und lädt ihn freundlich zum Essen ein. Sie hätten zwar nichts Besonderes gekocht, er müsse vorliebnehmen, und was bei solcher Gelegenheit sonst immer noch gesagt wird. Schmidt hat einen Wolfshunger, und da kein vernünftiges Wirtshaus in der Nähe ist, geht er notgedrungen mit.

    Alle Familienmitglieder sitzen um einen Tisch, jeder hat einen runden Löffel, und in der Mitte steht als ruhender Pol ein mächtiger Suppenkump, aus dem alle gemeinsam essen. Die Erbsensuppe schmeckt ganz gut, und Schmidt langt wacker zu. Auf einmal hat er einen recht harten Knorpelknochen gefischt, kaut daran herum und vermag ihn nicht klein zu bekommen. Der Ziegeleibesitzer merkt das und sagt wohlwollend: »Dat giewet man dran. Herr Schmidt, den krieget Se nich klein, ick häff’n auck all tweemaol to bieten hat.«

    Aus dem Inhalt

    • Möppkenbraut
    • Andere Würste, andere Sitten
    • Der Affenpinscher
    • Jakobi in Mastholte
    • Flieger über Delbrück
    • Der erste Delbrücker
    • Damenwahl
    • Müggenkösters Saatreis
    • Mettwurstmarkt
    • Use Mama hät de Büxen an!
    • Das unverstandene Platt
    • Die verflixten Fremdwörter
    • Die billigen Enten
    • Sparsamkeit ist kein Geiz
    • Endlich Heimatklänge
    • Dat kann ick auck!
    • Schinkenkloppen
    • …und viele, viele mehr!

    Über den Autor

    Ernst Meurin, geboren 1885 in Oelde-Sünninghausen, unterrichtete über 43 Jahre lang als Lehrer in Bornholte bei Verl, wo er 1920 zu den Mitbegründern des Heimatvereins gehörte. Von 1904 an war er Mitarbeiter der westfälischen Tageszeitung Die Glocke. 1926 wurde er Schriftführer des Heimatvereins Wiedenbrück. 1948 wurde er zum Kreisheimatpfleger von Wiedenbrück gewählt. Er lebte im Ruhestand bis zu seinem Tod 1965 in Langenberg (Kreis Gütersloh).

    Zu beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten.

    Ernst Meurin
    Lachendes Westfalenland. Dönekes und heitere Geschichten aus der guten, alten Zeit von Originalen, Käuzen und Schelmen
    Güth & Etscheidt Verlag, Rheda-Wiedenbrück, 1985
    gebunden, mit Schutzumschlag
    222 Seiten
    ISBN 978-3-92282830-3

  • Westfalen müssen so sein! (1983)

    Westfalen müssen so sein! (1983)

    Müggenköster und andere Schlickenfänger – von Originalen, Käuzen und Schelmen

    Dönekes und Geschichten, über die man in verräucherten Kneipen lachte und die man auf Familienfeiern erzählte, wenn die Blagen ins Bett geschickt worden waren, hat Ernst Meurin gesammelt und aufgeschrieben. Damit ist auch ein heiter-besinnliches Bild der guten, alten Zeit in Westfalen entstanden, das das Leben unserer Eltern und Großeltern auf amüsanteste Weise darstellt.

    Zahlreiche Dialoge sind in plattdeutscher Sprache verfasst. Mit einem Vorwort von Rainer Schepper.

    Über den Autor

    Ernst Meurin, geboren 1885 in Oelde-Sünninghausen, unterrichtete über 43 Jahre lang als Lehrer in Bornholte bei Verl, wo er 1920 zu den Mitbegründern des Heimatvereins gehörte. Von 1904 an war er Mitarbeiter der westfälischen Tageszeitung Die Glocke. 1926 wurde er Schriftführer des Heimatvereins Wiedenbrück. 1948 wurde er zum Kreisheimatpfleger von Wiedenbrück gewählt.  Er veröffentlichte rund ein Dutzen Bücher mit Anekdoten und Schnurren aus dem Westfälischen. Meurin lebte im Ruhestand bis zu seinem Tod 1965 in Langenberg (Kreis Gütersloh).

    Zu beachten: Es handelt sich um ein antiquarisches Einzelexemplar. Das Buch ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten.

    Ernst Meurin
    Westfalen müssen so sein! Dönekes und heitere Geschichten aus der „guten alten Zeit“ von Originalen, Käuzen und Schelmen aus Westfalen
    Güth + Etscheidt, Rheda-Wiedenbrück, 1983
    Hardcover
    84 Seiten, mit 14 Schwarz-Weiß-Illustrationen
    ISBN 3-922828-02-7