Die lippische Ritterschaft

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Beschreibung

Das Buch beschreibt das Entstehen, das Wirken und Verschwinden einer gesellschaftlichen Klasse, die einst prägenden Einfluss auf das Leben der Menschen in Lippe hatte.

Der Ritterstand auf dem Gebiet des heutigen Kreises Lippe bildete sich etwa ab 1200 nach und nach aus. Hervorgegangen aus den Reihen der Ministerialen und Dienstmannen nahm er, im Umfeld des Hochadels angesiedelt, bald adlige Lebensformen an.

Da ihm der Zugang zur höfischen Welt versperrt war, schuf er sich einen eigenen abgeschlossenen, für andere unzugänglichen Kreis. Im Laufe des 13. und besonders des 14. Jahrhunderts wuchs die lippische Ritterschaft zu einer ansehnlichen Macht heran. Sie stellte die militärische Kraft des jeweiligen Landesherrn dar und wurde für ihren Einsatz mit umfangreichen Lehen belohnt, die ihre persönliche, wirtschaftliche Unabhängigkeit sicherten.

Mehr als 100 ritterbürtige Familien nahmen am politischen Geschehen im lippischen Spätmittelalter teil und beeinflussten es nachhaltig. Besonders der wirtschaftliche Wandel im 14. und 15. Jahrhundert (Pest, Hunger, Armut) traf auch den ritterlichen Kreis des Kleinadels, der bis zum Ende des Mittelalters zahlreiche Familien durch Aussterben verlor.

Lippes Ritter-Familien: Von 100 haben nur zwei überlebt

Mit Beginn des 16. Jahrhunderts verließ der Kleinadel die Städte und zog sich auf seine ländlichen Rittergüter zurück, von denen es damals etwa 50 gab. Die verbliebene Ritterschaft nahm am politischen Geschehen in Lippe regen Anteil; sie war Teil der Landstände und dominierte neben dem Landesherrn die Politik. Von der einst zahlreichen Ritterschaft überlebten bis heute nur zwei Familien in Lippe.

Inhalt

  • Der Adelsstand
  • Die Entstehung des Ritterstands in Deutschland
  • Die lippische Burgenlandschaft
  • Die Burgmänner und das Leben auf den Burgen
  • Wohnen in der Stadt
  • Sozialer Status des Adels
  • Die Ritterschaft im 13. Jahrhundert
  • Das kriegerische 14. Jahrhundert
    • Bündnisse im 14. Jahrhundert
    • Die Tecklenburger Fehde 1369-1371
  • Das 14. Jahrhundert – ein Rückblick
    • Das Ende der Herrschaft Sternberg
  • Das dramatische 15. Jahrhundert
    • Die Eversteiner oder Braunschweiger Fehde 1404-1409
    • Die Soester Fehde 1443-1449
  • Bernhard VII. und seine Fehden
    • Die hessische Fehde 1463-1471
    • Die Minden-Schaumburger Fehde 1469-1471
    • Die lippisch-schaumburgisch-braunschweigische Fehde 1471/72
    • Die Hildesheimer Bierfehde 1485
    • Der Verlust der Herrschaft Rheda
    • Neue Herausforderungen
    • Kriegskosten
  • Bündnisse in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts
  • Die Bündnisse Bernhards VII. in der zweiten Jahrhunderthälfte
  • Rückblick auf das 15. Jahrhundert
  • Die lippische Ritterschaft im 15. Jahrhundert
  • Verpfändungen und Bürgschaften
  • Vasallen-Streitigkeiten
  • Räubereien und Überfälle
  • Auswirkungen der Reformation in Lippe und Lippstadt
  • Neue Bündnisse im 16. Jahrhundert
  • Fehden im 16. Jahrhundert
  • Anhaltende Räubereien
  • Finale und Neubeginn: Das 16. Jahrhundert
    • Simon V. zur Lippe
    • Bernhard VIII. zur Lippe
  • Die lippische Ritterschaft im 16. Jahrhundert
  • Was vom Ritterstand blieb
  • Ausgewählte Vasallen / Geschichte und Wappen der Familien Bega, de Bere, Bevessen, Bock, von der Borch, Bose, von dem Bussche, Busche (Büsche, Bussche), Callendorp / Kalldorf, Dehme (Dehm), Donop, Eikmann (Eichmann, Eckmann), Elmerinchusen, Exter (Exterde), Freismissen, Friesenhausen, Gogreve, Gropendorp, Gummern, Haxthausen, Hesinctorp, Hoerde, Holthusen (Holzhausen bei Nieheim), Iggenhausen (bei Lage), Kanne, Kerßenbrock, Kleinsorge, Lappe, Lasterhausen, von der Lippe, von der Malsburg, Mengersen, Molenbeck (Möllenbeck), Milinctorp, Münchhausen, Oeynhausen, Post, Quaditz, Quernheim, Rebock, Schwarze (de Swarte, Schwartze), Slingworm, Ubbenbrock, Vornholte (Varenholz), Wendt, Werpup, Westphal, Wessentorp (Thorn, Thoren), Wöbbel (Wicbelete, Wicbelde), Wrede und Zerssen
Willy Gerking
Die lippische Ritterschaft vom Spätmittelalter bis zum Beginn der Neuzeit
Lippischer Heimatbund, Detmold 2021
Festeinband mit Fadenheftung, Format 24,5 x 17,5 cm, Gewicht 930 g
320 Seiten, 107 farbige Abbildungen, mehr als 60 Wappen
ISBN 978-3-941726-79-6

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