Ein westfälischer Jude in der preußischen Armee – Rietberg

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Beschreibung

Isaac Löwenstein aus Rietberg-Neuenkirchen und sein Tagebuch 1821–1823

Im Oktober 1820 wurde Isaac Löwenstein (1796–1871) aus Neuenkirchen (heute Kreis Gütersloh) zum aktiven Militärdienst in der preußischen Armee einberufen, den er als einfacher Soldat in der Bundesfestung Luxemburg absolvierte. Auf mehr als hundert Seiten notierte Löwenstein in seinem Tagebuch, was ihm auf der Reise von Ostwestfalen nach Luxemburg, während seines Aufenthaltes in der Bundesfestung und schließlich auf der Rückreise geschah.

Dieses Tagebuch eines jungen jüdischen Mannes erlaubt uns, einen Blick zurück in eine Welt zu werfen, die nicht im Mittelpunkt der Geschichtsbücher steht. Es gibt uns einen Eindruck von dem alltäglichen Leben in der preußischen Armee. Nur wenige solcher Tagebücher existieren überhaupt noch. Dass es sich dabei zudem um die Aufzeichnungen eines jüdischen Rekruten handelt, macht es besonders außergewöhnlich.

Wir begleiten den jungen Isaac Löwenstein auf seinem Fußmarsch von Neuenkirchen nach Luxemburg und wieder zurück, durch städtische Zentren wie Dortmund und Köln, durch die idyllischen Rhein- und Mosellandschaften, aber auch durch die bitterarme Eifel. Das Tagebuch führt uns in seinen Einträgen aber auch immer wieder zurück in den Heimatort Löwensteins, nach Neuenkirchen. Zu seiner Familie, zur jüdischen Gemeinde und zur jüdischen Schule, in der er so umfassend ausgebildet wurde.

Manfred Beine, Marion Kant, Ralf Othengrafen (Hgg.)
Ein westfälischer Jude in der preußischen Armee. Isaac Löwenstein aus Rietberg-Neuenkirchen und sein Tagebuch 1821–1823
Verlag für Regionalgeschichte, Münster/Gütersloh, 2021
Hardcover
440 Seiten, mit Abbildungen, Karten und zwei Stammtafeln
ISBN 978-3-7395-1246-4

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