Klöster und Landschaft. Kulturräumliches Erbe der Orden. Clarholz (2009)

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Beschreibung

Ein kirchliches Sprichwort sagt: „Bernardus valles, montes Benedictus amavit, oppida Franciscus, magnas Ignatius urbes“. Darin wird die Beobachtung beschrieben, dass die Zisterzienser ihre Klöster bevorzugt in Tälern anlegten, während die Benediktiner gern auf Höhen bauten, die Franziskaner in die Städte strebten und die Jesuiten für großstädtische Zentren optierten.

Die christlichen Klöster haben seit je die sie umgebenden Landschaften und Siedlungen mitgestaltet und kulturräumlich geprägt. Dies erfolgte in den verschiedenen Epochen der Kirchengeschichte in je unterschiedlicher Weise. Mehr oder weniger deutlich spiegeln sich darin die religiösen Intentionen der einzelnen Orden.

2007 fand in der ›Clarholzer Zehntscheune ein kirchengeschichtliches Seminar in Zusammenarbeit der ›Volkshochschule Reckenberg-Ems in Rheda-Wiedenbrück mit dem ›Freundeskreis Propstei Clarholz statt. Es hatte sich das Thema gesetzt: „Klöster und Landschaft. Das kulturräumliche Erbe der Orden“. Dabei ging es um Anlagen der beiden großen Reformorden des 12. Jahrhunderts, der Zisterzienser, die nach der Benediktsregel leben, und der Prämonstratenser, die der Augustinusregel folgen.

Die einzelnen Vorträge stellten Beispiele aus verschiedenen deutschen Landschaften dar. Westfalen ist in diesem Buch durch die von den Prämonstratensern in Clarholz geschaffene Anlage repräsentiert.

Ihr Werk, die Erde als Kulturlandschaft zu gestalten, begriffen die christlichen Orden als Mitwirkung am göttlichen Schöpfungsauftrag. Das von ihnen überlieferte Landschaftsbild birgt eine Sinn-Ressource, die gehütet werden will und der Pflege bedarf, aber großen Gefährdungen durch den Bodenverbrauch unserer Gesellschaft ausgesetzt ist, auch im heimischen Fall.

Johannes Meier
Klöster und Landschaft. Das kulturräumliche Erbe der Orden
Aschendorff Verlag, Münster 2009
broschiert, 17 x 24 cm
208 Seiten
ISBN 9783402127865

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