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Vergnügen in müßigen Stunden. Lesegesellschaften in Detmold um 1800 (1999)

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Beschreibung

Die vorliegende Studie untersucht die fünf recht unterschiedlich verfassten Lesegesellschaften der lippischen Residenzstadt zwischen 1770 und 1834. Die Autorin richtet den Blick auf die Funktionsdifferenzierung der verschiedenen Gesellschaften hinsichtlich der angeschafften und gelesenen Literatur, der Lektürepraxis und des Beitrags, den jede der fünf Gesellschaften zum Aufbau ständeübergreifender geselliger Kontakte leistete. Buch und Lektüre treten als Mittelpunkt bürgerlicher und adeliger Bedürfnisse nach einer von Bildung getragenen Geselligkeit hervor.

In den Detmolder Lesegesellschaften vereinten sich gebildete, kulturtragende Kräfte, um das Allgemeinwissen der einzelnen Mitglieder zu erhöhen, gleichzeitig folgte man aber auch einem allgemeinen Bedürfnis nach Unterhaltung und Kommunikation. So trugen auch die Lesegesellschaften der lippischen Residenz, vermittelt durch Literatur, zur Formierung einer neuen Funktions- und Bildungselite bei.

Die Autorin verarbeitet eine große Zahl bisher ungenutzter Quellen und vermittelt ein detailliertes Bild von der Rolle der Detmolder Lesegesellschaften im Gesamtzusamrnenhang bürgerlicher Kulturpraxis um 1800.

Eine Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, Band 43.

Inhalt

  • Die Lesegesellschaften des 18. Jahrhunderts: der allgemeine Hintergrund
  • Entstehungshintergründe der Lesegesellschaften
    • Die Entwicklung des literarischen Marktes und neues Leseverhalten
    • Lesefähigkeit und Lesepublikum
    • Der Kostenfaktor Literatur
  • Verbreitung und Entwicklung der Lesegesellschaften
    • Typologische Unterscheidungsmerkmale
    • Statuten
    • Mitgliederstruktur
    • Lektüre
    • Zielsetzungen
  • Lokalgeschichtlicher Teil
  • Soziokulturelle Voraussetzungen für die Entstehung von Lesegesellschaften in Detmold
    • Sozialstruktur Lippes und der Residenzstadt
    • Schul- und Ausbildungswesen
    • Lesepublikum in Detmold
    • Die Literaturversorgung: Bibliotheken, Buchhandlungen und Presse
    • Zensurbestimmungen
  • Die Lesegesellschaft der Gräfin Casimire zur Lippe
  • Die Privatlesegesellschaft unter der Leitung von Krückel und Dresel
  • Die Lesegesellschaft des Schlosshauptmann v. Hoffmann
  • Die Société de Lecture ou de Thé littéraire
  • Die Leseanstalt der Ressource-Gesellschaft
  • Schlussbemerkungen

Über die Autorin

Stefanie Krispin, geboren 1970 in Gelsenkirchen, studierte Geschichte, Germanistik und Anglistik an der Universität/GHS Siegen, an der University of Ulster in Nord-Irland und an der Universität Bielefeld. Sie arbeitet als Redakteurin.

Zu beachten: Es handelt sich um ein gebrauchtes, antiquarisches Einzelexemplar. Es ist in sehr gutem Zustand, sonst würden wir es hier nicht anbieten .

Stefanie Krispin
»bei seinem Vergnügen in müßigen Stunden unterhalten seyn«. Lesegesellschaften in Detmold um 1800
Aisthesis-Verlag, Bielefeld 1999
Softcover, 14,5 x 20,5 cm
168 Seiten
ISBN 3-89528-250-2

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