Museum Wäschefabrik – Bielefelder Industriekultur

19,00  *

Beschreibung

Zeitreise in ein Stück Bielefelder Industriekultur

1912 ließ Hugo Juhl nach dem Entwurf des Architekten Arthur Busse im Osten Bielefelds eine Wäschefabrik mit einliegendem Wohnhaus errichten. Als der Fotograf Peter Wellmer 1986 in einem Hinterhof das Fabrikgebäude entdeckte, stieß er auf einen historischen Schatz. Drinnen wurde seit Jahren nicht mehr produziert, und doch sah alles so aus, als hätten die Beschäftigten gerade eben erst das Gebäude verlassen, um am nächsten Tag wiederzukommen. Dieser Eindruck drängt sich auch heute auf, denn die Fabrik ist mit ihrer gesamten Einrichtung im Originalzustand erhalten.

Museum Wäschefabrik Bielefeld

Das großformatige Buch begleitet die Leser auf einer Zeitreise: Die Portraits der Produktionsräume gewähren Einblicke in Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen einer typischen Bielefelder Wäschefabrik. Die Familiengeschichte der Gründerfamilie und die Geschichte der Firma spannen den Bogen über ein ganzes Jahrhundert.

Inhalt

  • Die Zeitreise
  • Historischer Schatz im Hinterhof
  • Ein begehbares Denkmal – auf Zeitreise im Museum Wäschefabrik
  • Die Raumporträts
  • Die Zentrale – Der kaufmännische Mittelpunkt der Wäschefabrik
  • Das Chefbüro – ‘Zeit ist Geld, das merke Dir’
  • Der Nähsaal – Die Gleichzeitigkeit des Ungleich zeitigen
  • Der neue Nähsaal – Große Pläne und ein geplatzter Umzug
  • Der Bügelraum – Auf Schleichwegen vom Wohnhaus ins Chefbüro
  • Der Flur – Das Perlon-Oberhemd – Ein Star im Stofflager
  • Die Buchhaltung – Ein ‘guter Schnitt’ zählte nicht nur im Nähsaal
  • Der Kontenraum – ‘Kellner und Friseure, die galten als leichtlebig’
  • Das Musterzimmer – Stoffproben, Miniaturhemden und Wäschemodels
  • Das Besucherzimmer – Spitzendeckchen und Zigarren
  • Wohnen in der Fabrik – Strenge Funktionalität trifft auf repräsentative Wohnkultur
  • Auf dem Dachboden – Bettfedern, praktischer Luftschutz und ein alter Hut
  • Der Mangelkeller – Auf Tuchfühlung mit der heißen Wäsche
  • Der Pausenkeller – Spinde, Henkelmänner und Frauen unter sich
  • Der Heizungskeller – ‘Es wurde geheizt von Anfang November bis Ende Februar’
  • Weitere Kellerräume – Einweckgläser, Dörrobst und ein Waschkessel
  • Der Versandkeller – Bindfadenreste und Seidenpapier
  • Der geheime Keller – TRi-TOP-Sirup, Putzlappen und Patronenhülsen
  • Der Garten – Kleiner Park mit neuem Walnussbaum
  • Geschichte und Geschichten’… weil sie einfach so grundehrlich waren.’ Die Geschichte der Familie Juhl
  • Wenn die Arbeit ausgeht, kommt sie ins Museum – Vereinigte Wäschefabriken Juhl & Helmke / Th. und G. Winkel und die Geschichte der Wäscheproduktion in Bielefeld
  • Die Wäschefabrik und das Haus Usher – eine Erzählung

Bürgerschaftliches Engagement rettete die Fabrik aus dem Dornröschenschlaf: Als Zeitzeugnis der Bielefelder Wäscheindustrie steht sie unter Denkmalschutz. Mit Hilfe der NRW-Stiftung wurde das Gebäude gekauft, saniert und als Museum eröffnet. Für seinen sensiblen Umgang mit dem Denkmal erhielt der Förderverein Projekt Wäschefabrik e.V. die „Silberne Halbkugel“, den höchsten Denkmalschutzpreis in Deutschland.

Dagmar Buchwald, Jürgen Büschenfeld, Robert Cohnen, Heidrun Großjohann, Hans-Jörg Kühne, Claudia Puschmann, Rüdiger Uffmann, Hartmut Wille
Museum Wäschefabrik. Zeitreise in ein Stück Bielefelder Industriekultur
Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld
Softcover, 19 x 26 cm
176 Seiten
ISBN 978-3-89534-906-5



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